Mittwoch, 9. November 2016

National Novel Writing Month 2016 - Tag 9 und ein seltsamer Doktor

NaNoWriMo Tag 9

Gestern habe ich den nächsten Meilenstein erreicht und habe die 30.000 Worte Grenze überschritten. (30.106 Worte um genau zu sein) allerdings komme ich jetzt tatsächlich an den Punkt, wo mir das Schreiben wieder schwerer fällt.
Das Problem des zweiten Drittels. Die Szenen sind nicht mehr so gemütlich zu schreiben, weil die Probleme zunehmen und auch die emotionale Spannung innerhalb meiner Figurenkonstellationen zunehmen.
Die Gefühle tiefer und schmerzhafter gehen und meine Figuren jetzt dringend an Lösungen arbeiten müssen. Das Schreiben ist damit also nicht mehr so entspannend.

Trotzdem ist es interessant. Seit meinem 17. Lebensjahr habe ich keine Romanzen mehr geschrieben. Höchstens mal Kurzgeschichten mit Romanzen als Sub-Plot. Daher ist es fast schon eine neue Erfahrung für mich.
Ich kann schlecht abschätzen, ob ich noch 20.000 Worte brauche für Band 1 oder ob ich den NaNo als Rebell abschließen muss. (Sprich: Den zweiten Band auch noch anfangen muss um auf die Wortzahl zu kommen)

Für heute plane ich die nächste Setting-Szenerie (Weihnachtsbäume fällen) und den nächsten Höhepunkt. Im Moment gibt es einen angenehmen Wechsel zwischen hochdramatischen Ereignissen und ruhigen Szenen. Mal sehen, wie weit ich komme. Bisher habe ich jeden Tag die 1667 Worte überschritten. Allerdings wird das immer schwieriger, je weiter ich im Roman voran schreite.

Nachtrag: Ist ein Roman mit 50.000 Worten (etwa die Dicke des Großen Gatsby) noch ein Kurzroman?

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In Kapitel 18 war Kira so nett mir ihre Geschichte zu erzählen:

„Welcher Mann setzt seinen achtjährigen Sohn vor die Tür?“
Kira zögerte, dann atmete sie langsam aus.
„Mehr als du denkst,“ gab sie erstickt zurück und Nathan fuhr zu ihr herum.
„Was meinst du damit?“
Kira entfuhr ein klägliches Lachen.
„Ich arbeite für das Jugendamt, hast du das vergessen?“ fragte sie.
Nathan musterte sie zweifelnd. Sie konnte ihm ansehen, dass er ahnte, dass da noch mehr dran sein musste.

„War dein Vater auch so?“ fragte er beinahe lautlos und Kira zuckte zusammen.  



Dr. Strange

Letzte Woche fragte eine Freundin meines Mannes, ob wir nicht mal wieder zusammen ins Kino gehen wollen.
(Sie ist der absolute Film-Fan) Wir hatten uns dann "Die Insel der besonderen Kinder" ausgesucht. Ich habe das Buch kurz nach Erscheinen damals vom Verlag bekommen und gelesen. Die Aufmachung war natürlich mit all den alten Fotos etwas Besonderes. Die Geschichte allerdings war für mich nicht mehr als solider Durchschnitt und ich habe den Hype um die Bücher nie so richtig begriffen.
Allerdings mussten wir dann feststellen, dass der Film gestern gar nicht lief und da sowohl der Mann als auch ich so ziemlich jeden (neueren) Marvelfilm gesehen haben, haben wir spontan entschieden Dr. Strange zu gucken.

Dr. Strange hat wie viele Comic-Verfilmungen Probleme mit zu schneller Charakterentwicklung und zu wenig echtem Tiefgang, allerdings gehört Dr. Strange trotz allem zu meinen Lieblingen. (Kommt kurz nach Guradians of the Galaxy - den fand ich klasse)
Ich hatte etwa so viel Unterhaltungswert wie von Antman erwartet und bekam sogar sehr viel mehr.

Durch den Hauptdarsteller hatte ich eben mal nicht die ganze Zeit das Gefühl einen Marvel-Film zu gucken, sondern stattdessen einen bildgewaltigen, bunten, spannenden und actionreichen und sehr soliden Fantasyfilm.
Denn Dr. Strange geht definitiv in die fantastische Richtung mit seiner Magie und seinen Dimensionsportalen.
Und bildgewaltig war der Film auf jeden Fall. Ich bin selten geneigt eventuellen Zuschauern die 3D Version zu empfehlen, aber bei diesem Film lohnt es sich auf jeden Fall. Dr. Strange spielt mit dem Medium Film als  visuellem Medium sehr gut und gibt dem Zuschauer verdammt viele Szenen, die wenig storyrelevant, aber wunderbar anzusehen sind.
Damit meine ich nicht nur die wandelbaren Settings, sondern auch die Kampfszenen und die Reverse-Szenen am Ende des Films.
Storytechnisch ist der Film natürlich durchschaubar. Allerdings tut das dem Kinoerlebnis an dieser Stelle keinen Abbruch.
Wir hatten das Glück den Film mit Atmo-Surround Sound zu sehen, was dem Ganzen natürlich das Tüpfelchen auf dem i verliehen hat.

Natürlich gibt es einige humorvolle Szenen, die aber gut platziert, nicht zu platt und vor allem nicht zu häufig vorkamen. Sie wirkten gut dosiert und haben mich zum Schmunzeln und sogar zum Lachen gebracht.
Auch gibt es einige (wenige) Anspielungen auf andere Marvel-Filme. So werden an einer Stelle die Avangers erwähnt und an anderer Stelle gibt es eine neue Enthüllung rund um die Infinity-Steine.

Auch Mats Mikkelsen als Antagonist fand ich extrem gut gewählt. Ich mochte den dänischen Schauspieler schon in Adams Äpfel sehr gerne und in Dänische Delikatessen. Außerdem mochte ich seine Version des Hannibals in der gleichnamigen Serie extrem gerne. Und auch als verräterischer Antagonist in Dr. Strange macht er sich sehr gut (selbst mit violettem Augenmakeup ?!) Ich mag seine Haare :D

Alles in Allem kann ich nur sagen, dass der Film mich wahnsinnig gut unterhalten hat. Die Schauspieler waren passend gewählt. Die Bilder waren wunderbar anzusehen. Der Humor war passend dosiert und die Storyline war für eine Comicverfilmung ansprechend, aber auch nicht zu vielschichtig. Gehört in meinen Augen definitiv zu den besseren Marvelfilmen.

Kommentare:

  1. Mads Mikkelsen spielt da mit?? Ich glaub den Film muss ich dann doch sehen xD Das lezte Mal waren wir glaube ich im Maerz im Kino. Viel zu lange her!

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    1. Mikkelsen ist der Anatagonist und er macht sich ziemlich gut. Aber der Film lohnt sich auch. Ist einfach cool anzusehen und hey Magie <3 Wir gehen auch viel zu selten. Aber Kino ist so teuer :( (Im UCI nicht für uns, da zahlen wir nur ein Ticket - aber da kommt man schlecht hin ohne Auto)

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