Mittwoch, 28. September 2016

Why I am a Reader – TAG

Gefunden habe ich den Tag auf einem meiner liebsten Booktube Kanäle bei PeruseProject.
Hier geht es weniger um Bücher an sich, als die Art und Weise wie verschiedene Bücher unser Leseverhalten, bzw. uns als Leser geprägt haben.

(Ich habe die Fragen ins Deutsche übersetzt)


1: Ein Wort, dass dich als Leser bzw. dein Leseverhalten beschreibt

Erst wollte ich „Omnivore“ nehmen, da ich fast alle Genres gerne lese, bzw. zumindest viele Genres schon ausprobiert habe, aber dann wurde mir klar, dass das nur das Symptom für etwas anderes ist.
Nämlich „stimmungsabhängig“ - das ist das perfekte Wort um mich als Leser zu beschreiben. Ich lese nur dann, wenn ich in der Stimmung dazu bin und je nach Stimmung wähle ich Autor, Genre, Thema und Buch.
Jap, ich wähle „stimmungsabhängig“


2: Welches ist das erste Buch, das dafür gesorgt hat, dass du das Lesen lieben gelernt hast?

Ich kann mich daran erinnern, dass ich schon als kleines Kind extrem gerne Geschichten gehört habe und schon sehr früh auch das Lesen geliebt habe.
Ich denke „Die kleine Raupe Nimmersatt“ (die meine Ma mir vorgelesen hat) sorgte dafür, dass ich anfing Geschichten zu lieben. Und obwohl ich etwas später auch „Die 5 Freunde“ und „Dolly“ und ähnliches abgöttisch geliebt habe, war es wohl „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende, die letztendlich dafür gesorgt hat, dass ich ein so besessener Leser wurde. „Der goldene Kompass“ von Pullmann, hat das dann fest gemacht.


3: Gebunden oder Taschenbuch?

Außer bei Brandon Sanderons Sturmlicht-Büchern (die einfach unfassbar schön sind) bevorzuge ich tatsächlich Taschenbücher. Sie sind leichter, ich kann den Buchrücken knicken, sie sind günstiger und es macht mir nichts aus sie im Rucksack herum zu tragen.
Aber am liebsten . E-Books !!!


4: Wie hat Lesen deine Identität mitgestaltet?

Eine Frage, die mich ein wenig hilflos zurück lässt. Aber die ich auf drei Weisen beantworten kann.
Erstens: Wenn mich jemand fragt, wer ich bin, sage ich „Ich bin Ina, ich bin 28 und ich lese gerne“ - ich identifiziere mich also vor allem als Leser.
Zweitens: Ich bin ein arg extrovertierter Mensch, dabei aber extrem unsicher (was ich zu verbergen versuche) und brauche von Zeit zu Zeit einen Rückzugsort. Die Welten innerhalb eines Buches sind dabei perfekt für mich.
Drittens: Es besänftigt ein bisschen mein schlechtes Gewissen. Ich bin recht faul, ich reise nicht viel, ich liebe meine Wohnung, meine Katzis und meine Couch. Aber da ich alles, was ich will durch Bücher miterleben kann, kann ich mir einreden, dass das vollkommen in Ordnung ist.


5: Welches Buch ist dein liebstes „Wohlfühl-Buch“?

Das kommt auf meine Laune an. Zu Weihnachten die Snow Crystal Reihe von Sarah Morgan. Weil es Schnee gibt, Familie, Weihnachten, Liebe, Wärme, Kekse und alles was schön ist. Wenn es Fantasy sein soll, dann ist es definitiv die Wahrheiten-Reihe von Dawn Cook. Ich kenne die Bücher in und auswendig. Ich liebe die Figuren, die Magie, die Welt, den Flair und einfach alles. Und wenn es einfach nur kitschig sein soll, dann ist es „Eindeutig Liebe“ von Jessica Thompson. Ein so süßes, emotionales, schönes Buch und was für ein wundervolles Happy End.



6: Wer hat dich zum Lesen inspiriert? Wer hat dich beeinflusst?

Letztendlich definitiv meine Ma. Sie hat mir als Kind schon immer vorgelesen und hat meine Liebe zum Buch immer gefördert. Sie hat mir eine neue Welt (unsere Bibliothek) gezeigt und hat immer dafür gesorgt, dass unter Geschenken auch Bücher waren.
Mein Vater und meine Mutter haben beide generell viel gelesen. (Meine Schwester hat erst im letzten Jahr damit angefangen)

Ansonsten haben mich Freunde beeinflusst. In der Schulzeit zwei Mädels, die ebenso besessen waren von Büchern wie ich und mit denen ich oft Bücher getauscht und geliehen habe.

Mein Cousin N., der meine Liebe und meine Faszination für Kanon-Literatur geprägt hat. Er ist leidenschaftlicher Sammler von Erstausgaben.

Und dann meine beste Freundin (ich vermisse dich) mit der ich mich noch heute ständig über Bücher austauschen kann.


7: Beschreibe deinen absoluten Traum-Leseplatz

Okay, yeah, ugh – Kitschmodus on – ich kann ja überall lesen, wenns sein muss, aber mein absoluter Traumplatz wäre eine Hütte in den Bergen, wo immer Schnee liegt, ein echtes Feuer im Kamin, ein gemütliches, großes Sofa, dicke Wolldecken, mein Lieblingstee, Lichterketten an den Fenstern und den Wänden. Kerzen auf dem Tisch. Mein Mann auf der anderen Seite des Sofas und mein schmusiger Kater auf dem Bauch.
Ich glaube perfekter geht nicht...


8: Welches Buch hat die Art und Weise verändert, wie du die Welt siehst?

Irgendwie scheint jeder dieses EINE Buch zu haben, dass sie verändert hat oder zumindest einen Großteil ihrer Weltsicht.
Und ich sitze hier so und denke „Ööööööhm?“ und mir fällt nichts ein. Ich habe eine Menge wirklich guter Bücher gelesen, viele kluge Bücher, einige Klassiker und Bücher, die zum Nachdenken angeregt haben und jedes für sich hat meine Weltsicht mitbestimmt. Aber ich glaube nicht, dass es dieses EINE besondere Buch gab, dass mich vor allen anderen geprägt hat.


Am ehesten könnte ich das Schauspiel „Ein Inspektor kommt“ von J.B. Priestley wählen. Ich mochte den Text wirklich sehr und es hat mir nur noch einmal sehr deutlich aufgezeigt, dass man immer vorsichtig sein sollte, wie man handelt und andere behandelt, denn die eigenen Aktionen können das Leben anderer maßgeblich beeinflussen. Sowohl zum Guten, als auch zum Allerschlimmsten.  

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