Donnerstag, 3. November 2016

Top Ten Thursday – Emotionale Bücher

Top Ten Thursday ist eine Aktion von Steffis Bücherbloggeria.
Jeden Donnerstag gibt es bei ihr ein neues Thema für eine Liste.



Heute ist das Thema:

Top Ten emotiobnale Bücher


Ich hatte mich ja entschieden an den Top Ten Tuesday teilzunehmen, weil mir da oft das Thema besser gefällt, oder die Themen weiter gefasst werden können.
Allerdings bin ich Dienstag nicht dazu gekommen und mir gefällt das heutige Donnerstags-Thema wirklich sehr gut.
Für richtig emotionale Bücher muss ich in der richtigen Stimmung sein, aber dann können sie mich wirklich hart treffen.

Hier rede ich im übrigen von Büchern, die entweder ein sehr bedrückendes Thema behandeln, oder die von Vorne bis Hinten angefüllt sind mit Emotionen. Oder eben Bücher, die mich partiell zu bitteren, langanhaltenden Tränen gerührt haben.

Bücher, die nur einzelne Szenen beinhalten, bei denen ich weinen musste, lasse ich mal außen vor.





Gargoyle
Andrew Davidson



Ich weiß, ich spreche wirklich oft von Gargoyle. Aber bei diesem Buch gibt es so verdammt viele Stellen (kleinere Nebengeschichten) die mich seitenweise weinend an die Seiten gefesselt haben. So oft hatte ich das Gefühl, dass mir das Herz zerrissen wird. Und das Ende hat mich innerlich blutend zurück gelassen.
Dabei hinterlässt das Buch keine bedrückenden Emotionen, sondern sogar Freude und Zufriedenheit. Es ist eine Achterbahnfahrt.


In deinem Licht und Schatten
Louisa Reid



Behandelt das Thema Fanatismus und häusliche Gewalt, ebenso wie Kindesmissbrauch hinter der Fassade einer heilen Familie.
Das Buch ist wie eine Fast um das Herz. So ehrlich, eindrücklich, authentisch und wahr, dass es beinahe weh tut. Ich habe vor Wut und Verzweiflung mehr als ein mal geschluckt. Auf jeden Fall ein extrem gutes Buch, mit einem überaus bitteren Thema.


Sternkinder
Clara Asscher Pinkhof



Das Buch erzählt viele kleinere Geschichten und einzelne Szenen von namenlosen jüdischen Kindern zur Zeit des dritten Reiches. Die Autorin spricht immer nur von „Sie“ oder „Er“, „Ihr“ oder „Ihm“ und erreicht trotz der stilistischen Distanz den Leser genau da, wo es richtig weh tut. Manche der Geschichten haben mich zu Tränen gerührt und bei fast allen, war ich erfüllt von Fassungslosigkeit, Hilflosigkeit und Wut.
Gelesen habe ich das Buch schon als Kind und viele Geschichten haben sich in meine Erinnerung hinein gebrannt. Ich weiß nicht, ob es auf mich als Erwachsene den gleichen Eindruck manchen würde.


Ein ganzes halbes Jahr
Jojo Moyes



Auch auf die Gefahr hin, dass dieses Buch heute auf beinahe allen TTT-Listen auftaucht, muss ich es trotzdem nennen.
Nach „Eine Handvoll Worte“ von der gleichen Autorin, was ich nicht mochte, war ich skeptisch ihr noch eine Chance zu geben, aber das Buch hat mich wirklich gepackt.
Das Thema rund um (passive) Sterbehilfe nach schwerer Krankheit hat mich wirklich hart getroffen und ich habe das gesamte Ende hindurch furchtbar geweint. Auch wenn mir schon von der ersten Seite an klar war, wie es enden wird.


By the time you read this, I'll be dead
Julie Anne Peters



War 2014 eine Empfehlung eines Freundes. Das Buch behandelt das Thema Selbstmord und Selbstmord-Pakte und die Verzweiflung der Protagonistin hat mich emotional wie ein Hammerschlag getroffen. Das Ende ist unklar. Der letztendliche Verlauf dem Leser selbst überlassen. Was doppelt dazu führte, dass ich nicht mehr aufhören konnte zu weinen. Ein wirklich empfehlenswertes Buch.



The Green Mile
Stephen King



Heute auch schon häufig gesehen, aber sowohl Buch als auch Film haben mich sehr berührt. Rassenhass, Gerechtigkeit, bzw. Ungerechtigkeit im Justizsystem. Freundschaft, Krankheit, Sadismus, Dunkelheit.
So viele Themen und alle wirklich gut umgesetzt. Meine Gefühle ballten sich alle in der Figur des John Coffey.

Der Satz „Und manchmal, oh Gott, ist die Grüne Meile so lang“ - hallt noch immer ein meinem Kopf wider. Der Verfilmung fand ich ziemlich großartig.


Forbidden
Tabitha Suzuma



Das Buch behandelt vor allem das Thema Inzest. Doch nicht der Inzest an sich, hat mich emotional berührt, sondern die häuslichen Umstände der Protagonisten. Die Vernachlässigung und Isolation ging mir ganz schön an die Nieren.
Und auch das Ende, das keine Besserung verspricht und nur noch mehr Verzweiflung, Hilflosigkeit und sogar Tod. Leider hatte ich viele Probleme mit dem Buch und würde es nicht unbedingt weiter empfehlen, aber stellenweise war es hart und emotional.


Ugly
Margaret McHeyzer



Auch in Ugly geht es um häuslichen Missbrauch. Erst durch den Vater, dann durch den Ehemann. Ein Buch, das sehr klar die Spirale aufzeigt, in den Menschen geraten können, die von Kindheit an, nie gelernt haben, dass es Liebe und Schutz, Sicherheit und Familie geben kann.
Auch hier fand ich die erste Hälfte sehr authentisch und sehr eindrucksvoll. Das Ende war einfach zu viel des Guten um glaubwürdig zu bleiben. Aber irgendwie gönnt man es der Protagonistin dann doch.
Ein Buch, das ich durchaus empfehlen würde.


Das Weihnachtswunder
Donna VanLiere



Zumindest ein Buch möchte ich erwähnen, das vom Grundton her nicht so düster ist und das ein Happy End bereit hält.
Hier hat ein Ehepaar zwar das eigene Kind verloren und die Ehe steht vor dem Aus, aber Weihnachten naht und damit auch ein Wunder. Nicht nur für die beiden, sondern auch für ein Kind, das dringend Hilfe braucht.
Ein kurzes Büchlein, aber emotional und zum träumen und schwärmen. Für alle, die gerne an das Weihnachtswunder glauben wollen.


Still
Zoran Drvenkar



Das Buch hat bei mir keine Tränen ausgelöst, aber pures Entsetzen. Es geht um Kindesmissbrauch, Pädophilie, Kinderhandel und Menschenjagd. Jedes Thema für sich löst bei mir extremen Ekel und eine wahnsinnige Wut aus.
Der Autor bedient sich eines sehr eindrucksvollen und sehr seltenen Stils, schafft es aber genau deswegen den Leser genau da abzuholen, wo es schmerzt.

Ein sehr bedrückendes, sehr hartes Buch, das beinahe poetisch daher kommt.  

Kommentare:

  1. Hey :)

    Mit "Ein ganzes halbes Jahr" haben wir unsere einzige Gemeinsamkeit. Die übrigen Bücher sagen mir leider nicht wirklich etwas...

    Meine Liste

    Liebst,
    Myri

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    1. Hi,
      danke für deinen Besuch. Ich hab mir deine Liste mal angesehen und auch kommentiert :)

      Macht nichts, wenn du die Bücher auf meiner Liste nicht kennst :D einige kann man sich mal anschauen. Wenn einem nach ernsteren Themen ist, dann lohnt sich das auf jeden Fall :D

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  2. Huhu,

    Aaaach wie cool das du UGLY gelesen hast. Dieses Buch hat mich so krass fertig gemacht, wie bisher kein anderes Buch. Ganz schlimm.
    Forbidden fand ich auch richtig gut, mal was ganz anderes und ein echt heikles Thema das die Autorin super und emotional umgesetzt hat. Sonst hab ich keins deiner Bücher gelesen.

    Liebe Grüße Ina

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    1. Danke für deinen Besuch. Ich bin mir echt nicht mehr sicher, aber ich könnte schwören, dass ich "Ugly" damals bei dir entdeckt hatte zufällig und es direkt gelesen habe. Musste auch direkt daran denken, bei dem heutigen Thema.

      Bei "Forbidden" war mir das Ende ein bisschen zu überzogen und die Protagonisten haben mir ein bisschen zu oft geweint, aber gerade der Anfang, die hoffnungslose Lage im Elternhaus fand ich extrem verstörend.

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  3. Hallo :)
    Gemeinsamkeiten haben wir heute keine, aber The Green Mile hat mir als Film sehr gut gefallen. Von Zoran Drvenkar habe ich Sorry gelesen und fand den Schreibstil sehr intensiv, wollte von dem Autor aber unbedingt mehr lesen. Still macht mir jetzt fast ein wenig Angst. Hier geht es zu meinem Beitrag.
    LG Yvonne

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    1. Bei "The Green Mile" kannte ich den Film auch vor dem Buch. Ich fand beides toll. Und die Verfilmung ist wirklich wirklich gut gelungen und sehr nah am Buch. Das findet man ja heute viel zu selten.

      Ich schwankte damals zwischen "Still" und "Sorry" - es ist beängstigend, aber lohnt sich zu lesen. Das was du über "Sorry" sagst klingt so, als sollte ich das auch mal lesen :)

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  4. Huhu,

    eine interessante Liste hast du erstellt. Ich hab zwar außer unserer Gemeinsamkeit bisher keins gelesen, aber einige kenn ich vom Sehen und fand sie schon immer ansprechend und einige der anderen sprechen mich auch auf den ersten Blick gleich an.

    Liebe Grüße,
    Steffi vom Lesezauber

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    1. Da sind auf jeden Fall einige Bücher dabei, die sich wirklich lohnen. Vielleicht findest du ja was, was dir gefällt :)

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