Mittwoch, 5. Oktober 2016

Rezension: Titans von Victoria Scott

Titel: Titans
Reihe: nein
Autor: Victoria Scott
Verlag: Scholastik Bk Services (23.Feb. 2016)
Genre: Dystopia/Urban Fantasy
Format: E-Book
Originaltitel: Titans
Seitenzahl: 320 Seiten
Preis: 13,36 Euro



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Klappentext
(Quelle Amazon)

„Seit die Titans in Detroit aufgetaucht sind, dreht sich Astrid Sullivans Welt nur noch um die mechanischen Pferde. Es ist nicht nur die Spannung der Rennen, sondern auch der Aufbau der Pferde und die Weise, wie sie programmiert wurden, um so lebensecht zu wirken. Die Titans sind Alles was Astrid fasziniert und nichts, womit sie je wirklich in Berührung kommen wird.

Außerdem hasst sie sie auch ein bisschen. Ihr Vater hat beim Wetten auf die Titans alles verloren. Und die Rennen sind die ewige Erinnerung an die Grenze zwischen den reichen Jockeys, die sich die teuren Maschinen leisten können und der Arbeiterklasse – Astrids Freunde und Nachbarn – die darauf wetten.

Aber als Astrid die Chance bekommt mit einem sehr frühen Modell in die Rennen zu starten, entscheidet sie sich alles zu riskieren. Für ein Mädchen von der falschen Seite der Rennstrecke ist es mehr als eine Chance auf Ruhm oder Geld. Auf sich selbst zu wetten, ist der einzige Ausweg bei denen bleiben zu können, die sie liebt."

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Meine Meinung

Ich mochte ja schon die Dulogie der Autorin „Feuer und Flut“ und „Salz und Stein“ sehr gerne. Das Ende hat mich allerdings damals etwas atemlos zurück gelassen, weswegen ich auf der Website der Autorin nach weiterführenden Informationen gesucht habe. Stattdessen fand ich allerdings Werbung für das Buch Titans, das zu dem Zeitpunkt noch nicht erschienen war.

Ich las den Klappentext und nahm mir vor auf einige Rezensionen zu warten. Daher kam das Buch auf meine Wunschliste.
Da ich „Rot wie das Meer“ von Maggie Stiefvater im letzten Jahr so mochte und ich im Sommer plötzlich Lust auf das Buch bekam, durfte Titans letztendlich bei mir einziehen.

Es wird oft mit dem genannten Buch von Maggie Stiefvater verglichen und ja, ich muss zugeben, dass es einige Gemeinsamkeiten gibt.
Natürlich sind da einmal die gefährlichen Pferderennen, das Preisgeld und das Mädchen, das teilnimmt um ihre Familie vor dem Ruin zu retten.

Im Grunde war das dann aber auch schon alles. Und man hat definitiv zwei komplett unterschiedliche Bücher vorliegen, die beide auf ihre Weise wirklich wundervoll sind.
Titans wird nur aus der Perspektive von Astrid erzählt und enthält keinen weiteren Point of View Charakter. Außerdem fehlt jede Romanze mit der Protagonistin. Dafür gibt es kleinere Liebesgeschichten rund um die Nebenfiguren, die aber nie Überhand nehmen und die rein zur Stimmung beitragen.

Außerdem baut das Buch nicht auf ein einziges Rennen am Ende hin, sondern enthält mehrere Rennstrecken.
Und jedes einzelne Rennen beinhaltet seine eigene Spannung, neue Überraschungen und neue Gefahren.
Aber das Beste und Interessanteste an dem Buch ist definitiv die Interaktion zwischen den einzelnen (wirklich gut gestalteten) Figuren und der Interaktion zwischen Astrid und Padlock, ihrem Pferd.
Gerade diese Szenen, zwischen Mensch und (mechanischem) Pferd haben mich emotional sehr angesprochen. Es wirkte echt, nicht gestellt, authentisch und einfach wunderbar.

Außerdem mochte ich die Familiendynamik in dem Buch, weil auch sie sehr ehrlich, ungeschönt und vor allem realistisch dargestellt wurde.
Dazu kommt die wunderbare Mädchenfreundschaft zwischen Astrid und Magnolia. Eine solche ehrliche Freundschaft sieht man selten in Jugendbüchern.

Das Ende war vielleicht ein bisschen zu viel des Guten stellenweise, aber dennoch gab es Momente, die mir die Tränen in die Augen trieben und die mich emotional äußerst angekratzt zurück gelassen haben.

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Fazit

Im Großen und Ganzen war das Buch (wie auch „Rot wie das Meer“) für mich tatsächlich, wenn auch unerwartet, ein richtiges Lesehighlight. Ich war traurig, das es so schnell zu Ende war. Und abschließend kann ich nur sagen, dass sich alles sehr gut ineinander fügt, ein schönes Gesamtwerk ergibt und vermutlich ein Buch ist, das ich gerne auch noch ein zweites Mal lesen werde.




Kommentare:

  1. Ich muss sagen, dass mich der Vergleich mit "Rot wie das Meer" eher abschreckt, weil ich das Buch sehr mochte, mir aber eins davon recht.

    Auf der anderen Seite betonst du genügend Unterschiede und mich würde es reizen mal wieder ein Buch ohne Liebesgeschichte und dafür mit einer tollen Mädchenfreundschaft zu lesen. :)

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    1. Sowohl Setting, als auch Stil sind wirklich vollkommen unterschiedlich. Rot wie das Meer war eher poetisch im Vergleich und Titans ist schon sehr umgangssprachlich. Das Setting sind die armen Vororte von Detroit und hat nichts Zauberhaft Rauhes wie die Insel.
      Außerdem steht die Interaktion zwischen Protagonistin und Pferd sehr viel mehr im Vordergrund. Ich finde schon, dass es zwei komplett unterschiedliche Bücher sind.
      Aber es ist auch reine Unterhaltungslektüre. Im Vergleich fand ich Rot wie das Meer besser. Aber da liegt daran, dass ich das Mystische des Inselsettings sehr mochte, Sean als Protagonisten wirklich ins Herz geschlossen hatte und ich den ruhigen Schreibstil mehr mochte.

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    2. Das ist jetzt nicht hilfreich ... *g*

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