Montag, 10. Oktober 2016

Rezension: Alles was du suchst – Green-Mountains 1 – Marie Force

Titel: Alles was du suchst
Reihe: Green-Mountain-Serie / Lost in Love
Autor: Marie Force
Verlag: Fischer E-Books (22. Sep. 2016)
Genre: Liebesroman
Format: E-Book
Seitenzahl: 512 Seiten
Preis: 3,99 Euro




Klappentext
(Quelle Amazon)
(gekürzt)

„Als die New-Yorker Webdesignerin Cameron den Auftrag erhält, für einen familiengeführten Country-Store einen Online-Shop mit Landlust-Ambiente zu gestalten, ahnt sie nicht, was sie in Vermont, USA, finden wird: Eine charmante Kleinstadt, unberührte Natur, eine warmherzige Großfamilie und den Sohn des Auftraggebers, Will. Weil dieser nicht begeistert von der Idee eines Internetauftritts ist, fliegen zwischen Cameron und Will zuerst die Fetzen, dann die Funken und schließlich die Gefühle."

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Meine Meinung

Nachdem ich letztes Jahr im Dezember die wirklich liebevolle Snow Crystal Reihe von Sarah Morgan gelesen habe und mich dort vor allem in das wunderschöne Setting und in die herzliche Großfamilie verliebt hatte, war ich auf der Suche nach einer Reihe, in der es ein ähnlich schönes Setting und eine ähnlich liebevolle Familie gibt und natürlich eine gehörige Portion Romantik.
Die richtige Mischung ist schwer zu finden.
Eine andere Bloggerin machte mich dann vor ein paar Wochen auf das Erscheinen, der Green Mountain Serie aufmerksam. Und im Großen und Ganzen klang das erst mal genau richtig.

Und ja, das Buch hat vieles, was ich gesucht habe, aber auch einige Punkte, die mir nicht gefallen haben.
Zunächst beginne ich mit den positiven Aspekten.

Das Setting, die Kleinstadt Butler in Vermont, kurz vor Frühlingsbeginn, ist wirklich sehr herzlich gestaltet. Nicht außergewöhnlich, aber schön und gemütlich, so dass ich mich als Leser dort direkt sehr wohl gefühlt habe.
Ich mochte die Details, wie die Ahornsirup Produktion, oder die Holzindustrie, aber auch den, schon im Klappentext erwähnten, Country Store. Somit hat das Buch ja schon einiges richtig gemacht.

Außerdem mochte ich auch viele der Nebenfiguren. Obwohl die Großfamilie, wirklich richtig !!! groß ist, konnte ich mir relativ schnell merken, wer wer ist und wer welche Persönlichkeit hat. Die Familie empfand ich wirklich als warmherzig und liebevoll. Als Menschen, zwischen denen die Fetzen fliegen, aber die sich auch umeinander kümmern und die füreinander da sind.
Natürlich wirkt das Ganze etwas überspitzt und ist vielleicht nicht immer ganz glaubwürdig, aber für einen gemütlich winterlichen Liebesroman auf jeden Fall noch im Rahmen.
Auch die beiden Protagonisten, Will und Cameron, die beide so ziemlich jedes Klischee erfüllen, waren nicht unbedingt unsympatisch und immerhin erspart die Autorin uns hier künstliche Dramen aus der Vergangenheit oder eine durchgehende Bad Boy Attitüde.
Beide Figuren könnten durchaus real sein, wenn auch ebenfalls ein wenig überspitzt.

Leider wurden die positiven Punkte etwas minimiert.
Sowohl das Setting, als auch die Großfamilie bekommen nicht viel Screen-Time. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte ich gerne sehr viel mehr Zeit mit den verschiedenen Familienmitgliedern verbracht oder mehr Zeit damit Butler zu besichtigen.
Dadurch verlor das Buch leider hier und da etwas von seiner Wärme und Heimeligkeit.

Auch bekam die Beziehung zwischen den beiden Protagonisten einfach zu viel Aufmerksamkeit. Natürlich war es schön ihre Zweisamkeit mitzuerleben, aber stellenweise war es ein bisschen viel.
Außerdem nervte es mit der Zeit, dass sie wortwörtlich nicht die Finger voneinander lassen konnten und permanent nur an Sex dachten.
Leider kam es oft so rüber, dass heißer Sex (die Sex-Szenen waren mehr 0815) in Wirklichkeit der Garant für wahre Liebe ist, bzw. körperliche Anziehung mit der einen wahren Liebe verwechselt wird.

Am Schlimmsten waren aber Anfang und Ende des Buches.
Der Anfang las sich ein wenig wie Satire. Denn da kribbelten alle fünf Zeilen hintereinander die „erogenen Zonen“ der Protagonisten und natürlich drehten sich ihre Gedanken nur um seinen heißen Hintern, oder sein männliches Gesicht. Aber ugh, man war sich ja spinnefeind.
Gott sei Dank, ändert sich beides schon nach wenigen Seiten. Der Stil wird besser und auch dieses künstliche „Ich kann dich nicht leiden, aber ich finde dich so heiß“ Spielchen endet sehr schnell.

Das Ende zog sich leider etwas zu sehr in die Länge. Einen ganzen Monat in New York einzubauen am Ende war einfach nicht notwendig.
Es hätte genügt wenn das in der Rückschau erzählt worden wäre und die beiden dann einfach grunddramatisch zusammen gekommen wäre. So zog es sich leider ein wenig und das Ende war dann herzlich unromantisch.

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Fazit

Jetzt habe ich lang und breit gemeckert. Das Buch kommt dem, was ich suchte, durchaus sehr nahe. Ich mochte die Figuren, die Familiendynamik, das Setting und ich werde mit Sicherheit auch die Folgebände lesen, wenn mir mal wieder nach Liebesgeschichten ist.
Denn im Grunde war Butler eine sehr warmherzige, wunderbare, gemütliche Stadt, in der ich wirklich gerne mal Urlaub machen würde.


Kommentare:

  1. Hallo Ina,
    neugierig wie ich bin, musste ich doch gleich auf einen Gegenbesuch vorbeikommen. Dein Blog ist ja noch recht frisch, daher schreibe ich zunächst: HERZLICH WILLKOMMEN <3 Und natürlich bleibe ich auch als Leserin. ;-)
    Nun aber zu dem Buch, das ich (wie du schon weißt) gern lesen mag im Herbst.
    Auch ich habe die Snow Crystal Reihe gelesen und mochte vor allem die O´Neils unheimlich gern. Vielleicht habe ich mich wegen ihnen bei dem Buch bisher in Zurückhaltung geübt...Vergleichsangst oder so.
    In deiner Rezension hast du positives wie negatives sehr gut einfangen. Nun bin ich gespannt, wie es auf mich wirken wird.
    Danke für deinen lieben Kommentar bei mir und ganz liebe, kunterbunte Herbstgrüße an dich. ;-)
    Hibi

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  2. Hey Hi,
    da freue ich mich ja sehr über deinen Gegenbesuch und auch, dass du direkt als Leserin bleibst :)

    Ja, der Blog ist neu, aber ich hatte ja schon Jahre lang einen anderen. Es war nur eben Zeit für etwas Neues :)

    Ich bin auf jeden Fall gespannt, was du zu dem Buch sagen wirst.
    LG

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